Freitag, 23. September 2016

Thomas Schoppe von Renft: Das verbliebene Bein

Das verbliebene BeinMusiklegendeZu DDR-Zeiten wurde Thomas Schoppe mit der Band Renft erst berühmt und dann verboten. 40 Jahre danach ist der Enkel eines Mansfelder Bergmanns der letzte der großen Ostrocker, der noch immer weitermacht.Von Steffen Könau

Die Gitarren jaulen, wenn er den Regler hochschiebt. Thomas Schoppe verzieht das Gesicht. So geht das nicht, knurrt er Richtung Mischpult und dreht sich weg. „Das klingt noch nicht so, wie es soll“, sagt er, „aber ich bin dran“. So sehr, dass der Sänger der legendären Band Renft bei all dem Gefrickel im Studio in Zeulenroda sein Jubiläum glatt vergessen hat. 40 Jahre ist er her, der Tag, der seine Rockstar-Karriere beendet, sein Leben aus der Bahn geworfen und ihn zum letzten Aufrechten der ersten Ostrock-Generation gemacht hat.
Aus dem Kinderheim zum Ruhm
Achselzucken. Aha. Schoppe, geboren in Eisleben als Enkel eines Bergmanns und in einem Kinderheim großgeworden, steckt auch mit 70 bis zu den Ohren in der Gegenwart. Keine Zeit für Vergangenheit, kein Gedanke an diesen Sommer 1975, als aus seiner hochgelobten Rockgruppe eine Bande verfemter Staatsfeinde wurde. Thomas Schoppe, den Fans und Kollegen wegen seiner kräftigen Stimme nur „Monster“ nennen, ist nicht einmal aufgefallen, dass er nach dem Abschied der Puhdys nicht mehr nur in seiner vielmals veränderten Renft-Band der einzige von früher ist. Sondern der dienstälteste Sänger im ganzen Ostrock.
Achselzucken. Aha. Der Mann mit den grauen Locken, die immer noch prächtig sprießen, geht pragmatisch mit solchen Wegmarken um. Bandgründer Klaus Renft ist gestorben, Gitarrist Peter Gläser auch, Texter Gerulf Pannach ist tot und Saxophonist Peter Kschentz hat der Krebs geholt. Schoppe singt einfach weiter und seine Renft-Band steht aufrecht wie die Revolutionäre in ihrem Hit „Nach der Schlacht“. „Und man stellt sich auf das verbliebene Bein“ geht die Zeile im Lied, „denn der Kampf wird viel, viel länger sein.“
Aber so lang? Seit fast 50 Jahren steht der „Zonenjunge“ (Schoppe über Schoppe) am Renft-Mikrophon und singt mit Halsadern wie Stahlseile „Der Wind weiß, was mir fehlt“ und das „Liebeslied“.
Das verbliebene Bein einer Generation, die am Verschwinden ist. „Es kostet Kraft, weiterzumachen“, gibt Schoppe zu, „es bleibt keine übrig, um nachzudenken, was hätte sein können.“ Dabei wäre das in seinem Fall alles Mögliche gewesen. Kein Verbot dafür, dass Renft „die Arbeiterklasse verletzt“ und „die Staatsorgane diffamiert“, wie es im Urteil der DDR-Behörden hieß. Keine Geheimaufnahmen. Keine Bittbriefe an Honecker. Kein Auseinanderbrechen der Band. Kein Gefängnis. Keine Ausreise in den Westen. Und kein Scheitern an den Marktmechanismen dort, von denen die Rebellen des DDR-Rock so viel wissen wie davon, eine volle Flasche Schnaps ungeleert auf dem Tisch stehenzulassen.
Thomas Schoppe, der heute als letztes Originalmitglied von Renft 40 bis 50 Konzerte im Jahr spielt, hat schon vor jenem ersten Herbsttag ’75 bemerkt, wie die Band und sein Leben langsam verschlungen wurden von einem anderen Monster namens Ideologie. „Wir wollten stilistisch anders werden, aber vor allem wollten wir nur noch die Wahrheit singen“, sagt er.
Ein interner Kampf um den Weg, der Streit und Frust bringt. Aber auch neue Ideen. Weg vom Liedhaften des DDR-Rock soll es gehen. Und weg von den Botschaften zwischen den Zeilen. „Es waren Abenteuerlust und Dummheit, die uns geleitet haben“, glaubt Schoppe, „wir wussten, dass wir einen Wert haben, aber wir wussten nicht, wie weit wir ihn ausreizen können.“
Er selbst singt dem schon mit einem Auftrittsverbot belegten Renft-Texter Gerulf Pannach die erste Zeile der „Rockballade vom kleinen Otto“ vor, die später ein Grund für das Verbot sein wird. „Seine Kinderjahre lagen ihm im Magen / wie Steine, doch er weint nicht mehr“. Danach kommt Schoppe, der 1961 versucht hatte, über die Mauer zu fliehen, nicht mehr weiter mit dem Text. Pannach, Poet, Biermann-Schüler und rasiermesserscharfer Kritiker des DDR-Systems, hat damit kein Problem. „Manchmal sagte Otto / Leben ist wie Lotto / doch die Kreuze macht ein Funktionär“, reimt er. Die ganze DDR in drei Zeilen.
Es habe nie einen Gedanken daran gegeben, vielleicht etwas diplomatischer vorzugehen. „Wir hatten nur, was wir hatten, und damit wollten wir durchkommen.“
Die Musiker von Renft sind Mitte 20, Anfang 30, sie trinken gern, feiern, leben ein Leben im DDR-Sozialismus, aber nicht im sozialistischen Gang. Bandgründer Klaus Renft, der Älteste und Erfahrenste von ihnen, versucht, Kompromiss mit dem Staat auszuhandeln. Gemeinsame Proben mit einer FDJ-Singegruppe etwa, zu der die spätere Silly-Sängerin Tamara Danz gehört. Schoppe sagt heute, er habe den Konflikt mit „denen“ unlösbar in sich gespürt. „Die haben die Mauer verteidigt, die ich um keinen Preis akzeptieren konnte.“
Er macht mit, weil es um die Band geht, die den Regeln des Staates folgen muss, in dem sie rocken will. „Aber Klaus ist beim Brückenschlagen so weit gegangen, dass wir nur glaubwürdig blieben, wenn wir auf der anderen Seite zu weit gingen.“ Die Puhdys, sinniert Schoppe, seien immer schlauer gewesen. „Geld und fertig.“
Bei Renft war es komplizierter, denn zumindest ein Teil der Gruppe glaubt, dass Rockmusik und Rebellentum nicht nur als Rollenspiel zusammengehören. „Wir waren frech“, sagt Thomas Schoppe, „denn wir glaubten, wir sind unbesiegbar.“ Kompromisse lehnt er ebenso ab wie Pannach und Christian Kunert das tun. „Das war eine Kraftprobe mit dem Staat, die wir herausgefordert haben.“
Dabei mehren sich die Zeichen früh, dass der an seinen Grenzen nicht rütteln lassen wird. „Es wurden Konzerte abgesagt, wir wurden zurückgestuft, es gab Aussprachen.“ Aber kein Zurück, selbst als „die Freunde mit den kleinen Taschen“, wie Schoppe die Stasi-Spitzel nennt, in jedem Konzert argwöhnisch darüber wachen, was gesagt und gesungen wird.
Auf einmal abgeschossen
Der Septembertag, an dem alles endet, kommt überraschend. Zehn Uhr morgens, die Sonne scheint und alles ist aus. „Wir standen auf der Abschussliste“, erinnert sich Thomas Schoppe, „aber abgeschossen zu werden, ist doch noch etwas anderes.“ Mit einem Schlag ist alles weg. Die Band. Der Traumberuf. Die Karriere. Der Job. Die Verpflichtungen. „Geld kam noch eine Weile aus der Rechteverwertung, aber man lebte wie im Nichts.“ Erst nach und nach sei ihm bewusst geworden, dass die schwer erarbeitete Position, die Zukunft, dass alles, was er bis dahin im Leben erreicht hatte, verloren ist. „Da kann man nicht einfach so loslassen.“
Erst als die DDR ihm klar macht, dass er keine Zukunft hat im Arbeiter- und Bauernstaat, begreift er langsam. Der Fall Renft liegt auf Honeckers Schreibtisch. Der beendet Schoppes Traum, Musiker zu sein, zu singen und Menschen mit Liedern zu begeistern, persönlich. Pannach und Kunert werden in Berlin verhaftet, als sie sich mit Westjournalisten treffen wollen. Schoppe hat Glück, er kommt zu seiner eigenen Verhaftung zu spät und erstmal um den Knast herum.
Doch das Hoffen auf die zweite Chance ist auch für ihn vorbei. Drei Jahre nach dem Verbot reist Monster, 33 Jahre alt, gelernter Mechaniker und ein vollbärtiges, langhaariges Postergesicht der DDR, nach Westberlin aus. Dort arbeitet er nach vergeblichen Anläufen, wieder eine Band zu gründen, in einem Kinderheim. Eine der größten Stimmen des deutschen Rock singt in einer Coverband Steppenwolfs „Born to be wild“. Ein Stasi-Spitzel meldet: „Musikalisch ist keine Öffentlichkeitswirksamkeit der Zielperson feststellbar“.
Die Zielperson sieht abends manchmal DDR-Fernsehen mit den Puhdys, den alten Renft-Rivalen. Es ist nicht so, das Thomas Schoppe nicht traurig wird. „Aber dann habe ich mal einen Puhdys-Kollegen in Kreuzberg gesehen, bepackt mit Bananentüten und Ananas“, schmunzelt er. In diesem Augenblick hat Thomas Schoppe beschlossen, dass er dem, was ihm die DDR genommen hat, nicht nachtrauern wird. „Ich habe dafür fremde Länder gesehen“, sagt er, „und die Welt bereist, als die Mauer noch stand.“ So war es, und so war es gut. „Ich war kein Fan dieser DDR, aber ich habe meinen Frieden mit ihr gemacht.“

Sonntag, 11. September 2016

9/11, 15 Jahre danach: Die Mutter aller Lügen


Verräter. Verbrecher. Verschwörer. Falsche Bärte und gefälschte Fährten, kalte Spuren und heiße Eisen. Nein, auch nach 15 Jahren ist noch nicht alles über den 11. September 2001 erzählt, noch nicht jede Möglichkeit ausgelotet. Das hat William Cooper gerade erst bewiesen: Mit dem mühsam zusammengekehrten Video "10 erschütternde Fakten zu 9/11" holte er sechs Millionen Klicks bei Youtube. Zuschauer waren die, die auch nach anderthalb Jahrzehnten noch an den unzähligen Rätseln rund um den Angriff auf Amerika knabbern. Was heißt auch. Erst recht.

Natürlich, denn Khalezov bezichtigt nicht nur die US-Regierung der Lüge über die Anschläge. Das tun sie alle, die Wahrheitssucher und Verschwörungstheoretiker, die Aufdecker und Aufklärer. Auch der in Palästina geborene Isländer Elias Davidsson, im Hauptberuf Komponist, weiß genau, wie es nicht war: So, wie es offiziell behauptet wird.


Atombombe im Fundament


Das World Trade Center wurde am 11. September 2001 gar nicht von Flugzeugen getroffen! Es gab keine Flugzeuge. Es gab keinen Mohammed Atta, jedenfalls keinen, der ein Attentäter war. Wie alle anderen Männer, der der Mittäterschaft an den Anschlägen beschuldigt werden, ist Atta für Davidsson ein "unschuldiger Muslim". Für alles andere gebe es keine Beweise.


Immerhin, wieder etwas richtig Originelles im seit zehn Jahren währenden Streit um den wahren 11. September. Seit dem Tattag ist schon so ziemlich alles enthüllt worden: Es gab keine Flugzeuge, nur eine kontrollierte Sprengung. Es gab keine Attentäter, sondern einen "Inside Job" von US-Regierungskreisen. Ins Pentagon schlug kein Flieger ein, sondern eine Rakete. Dafür wurde die von Passagieren zurückeroberte vierte Maschine von einem Jäger abgeschossen.



Die "Mutter aller Lügen" nennen bekennende Ungläubige die Ereignisversion der US-Regierung, in der Al-Qaida-Terroristen, begünstigt durch allerlei Schlampereien, vier Flugzeuge entführen und zu Waffen umfunktionieren konnten.


Denn das wäre viel zu einfach. Und keine Erklärung für die Unmenge an Ungereimtheiten, die ein Blick auf den Bericht zutage fördert, den der US-Kongress 441 Tage nach den Anschlägen vorlegte. Wie etwa konnte es den Terroristen gelingen, trotz Einreiseverbotes in den USA Flugunterricht zu nehmen? Wie schafften es Terrorpiloten, denen Fluglehrer jede Befähigung zum Steuern einer Kleinmaschine absprachen, große Jets zielgenau in die WTC-Türme zu steuern? Wieso wurden die Stahlträger der Türme vom brennenden Kerosin geschmolzen, obwohl doch der Schmelzpunkt von Stahl weit über der Verbrennungstemperatur von Flugzeug-Treibstoff liegt?

Anzeichen für Sprengungen

Weshalb schließlich sahen Augenzeugen vor dem Einsturz Anzeichen für Sprengungen? Warum stürzte das Hochhaus WTC 7 ein, obwohl es kaum von Trümmern getroffen worden war? Wie konnte eine Boeing von 38 Metern Breite nach dem Angriff auf das Pentagon in einem nur fünf Meter breiten Loch verschwinden? Und wie schafften es Passagiere in den entführten Flugzeugen, mit ihren Handys zu telefonieren? Wo doch später Versuche ergaben, dass es unmöglich ist, eine Verbindung zu bekommen?

Abweichende Antworten haben Dauerkonjunktur, vor allem im Internet. In zahllosen Foren diskutieren selbsternannte "Truther" seit anderthalb Jahrzehnten ruhelos angebliche und wirkliche Widersprüche. Wahrheitsfilme wie "Zeitgeist" oder "Loose Change" erreichen ein Millionenpublikum. Vortragsreisende von Elias Davidsson knibbeln lose Ende zusammen und drehen der offiziellen Version einen Strick. Zuletzt speiste sich das Phänomen der Tea-Party in den USA aus dem Lager der "9/11 Truther", in dem sich die versammeln, die die amtliche Geschichte vom Angriff der Attentäter aus den Bergen von Afghanistan nicht glauben wollen.

Der Zweifel ist nicht nur im Zielland der Anschläge eine Industrie geworden, die sich von den zahllosen ungeklärten Widersprüchen der offiziellen 911-Geschichte ernährt. Vielmehr markiert das Zweifeln nach dem 11. September den Beginn einer Ära, in der immer mehr Menschen an immer mehr Dingen zweifeln.

Früher Fall für Gespensterjäger

Früher waren Verschwörungstheorien ein Fall für Gespensterjäger. Die Mondlandung gefälscht, der Ufo-Unfall von Roswell. Oder die Ermordung John F. Kennedys , der natürlich nicht von einem einzelnen Schützen erschossen, sondern im Auftrag von CIA, dem Vizepräsidenten und der Militärindustrie hingerichtet wurde. Ebenso übrigens wie Prinzessin Diana , von der man leider bis heute nicht weiß, wie sie die Pläne der geheimen Weltregierung störte. Aber tot ist sie, was nach der Überzeugung von Verschwörungstheoretikern ganz klar beweist, dass sie jemanden im Wege gewesen sein muss. warum sonst sollte sie tot sein?

Wer Spaß an Fantasiespielen hatte, spann die Geschichten vom "Unternehmen Capricorn" weiter. Manche verglichen Fotos. Anderen lachten über die "Mothman-Prophezeiungen".  „Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her", hat der US-Schriftstelle Joseph Heller schon vor vielen Jahren festgestellt. Und so war es ja auch.

Wie im Film „Fletschers Visionen", in dem Mel Gibson als New Yorker Taxifahrer Jerry Fletcher die von Julia Roberts gespielte Staatsanwältin Alice Sutton so lange mit verqueren Verschwörungstheorien behelligt, bis sich herausstellt, dass es tatsächlich eine ganz hoch angebundene Verschwörung gegen den US-Präsidenten gibt, zeigt sich in der wahnhaften Furcht vor Beobachtung und Überwachung ein notwendiger Überlebensreflex. Es ist ja so, und es ist eigentlich noch viel schlimmer.

Seit Snowden ist das bekannt. Das Ausmaß der Überwachung des öffentlichen Lebens durch westliche Geheimdienste ist größer als es sich Verschwörungstheretiker je hatten erträumen lassen. Seit  der NSU ist klar, dass Geheimdienste und Nazi-Terroristen einander immer zuarbeiteten. Die Unverletzlichkeit der Wohnung und die Behauptung, es gebe ein vom Gesetzgeber geschütztes Fernmeldegeheimnis, sind dahin.

Und mit ihnen auch das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung in die eigene Urteilskraft.

Die Spinner haben Recht

Die Spinner hatten Recht! Die Wahnsinnigen wussten mehr über das wahre Leben als Klugen, entspannt zurückgelehnt lebenden Internetauskenner! Ein Schock, dessen Nachwirkungen inzwischen überall zu beobachten sind.

Nicht nur bei den 9/11-Forschern, sondern auch bei den Reichsbürgern, nach deren Ansicht die Bundesrepublik nicht existiert, wenn man sich selbst zum Staat ausruft.

Die Gewissheiten sind mit demselben Tempo verschwunden, mit dem der Staat selbst Hand an seine Rechtsgrundlagen legte. Die EU-Verträge waren irgendwann nur noch Papier, in den EZB-Rechtsvorschriften fand sich eine monetarisierbare Lücke. Die Grenzen gingen auf, das vertrauen ging runter.

Inzwischen halten Teile der Bevölkerung nicht mehr nur Roswell, Hitlers Flucht nach Argentinien und die Existenz von Reptiloiden für durchaus möglich. Sondern auch, dass Angela Merkel  bei der Stasi war und bis heute in Erich Honeckers Auftrag handelt.

Denn wenn es möglich ist, dass, wie die Bundesregierung tapfer schwört,  niemand davon gewusst hat, dass die CIA die Kanzlerin abhört, dann gibt es eigentlich nichts mehr, was mit einiger Fantasie nicht auch noch vorstellbar wäre. In einem Hangar auf der amerikanischen Air Force Base Wright- Patterson lebt ein Außerirdischer? Jemand hat einen Vergasermotor entwickelt, der nur acht Liter Benzin auf 500 Kilometer verbraucht, die Autokonzerne aber haben das Patent aufgekauft und halten es unter Verschluss? Microsoft-Chef Bill Gates ist in Wirklichkeit der Teufel persönlich, denn korrekt heißt er William Henry Gates III. Wenn man die Buchstaben seines Namens in Codes der Computersprache ASCII umwandelt, ergibt das 666, die Ziffer des Gottseibeiuns. Vielleicht gibt es sogar ein Abhörsystem namens Echelon, mit dem die CIA jedes Telefongespräch, jede E-Mail und jedes Fax weltweit abfangen und mitlesen kann?

Echelon - vom Gerücht zur Tatsache in 30 Jahrem

Gibt es. Wirklich. Echelon etwa war drei Jahrzehnte lang ein unbestätigtes Gerücht. Jeder konnte die riesigen Abhöranlagen in Bad Aibling oder dem malloiquinischen Puig Major de Son Torrella sehen. Aber selbst europäische Spitzenpolitiker beteuerten, worum es sich handele, sei nicht ganz klar. Erst 2001 gelang es einer offziellen Untersuchungskommission des europäischen Parlaments, die bereits 1976 durch den NSA-Mitarbeiter Winslow Peck öffentlich gemachte Existenz des Systems sicher zu bestätigen. 2015 besuchte die Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff den Stützpunkt. Sie fand massive Rechtsverstöße, "die herausragende Bedeutung haben und Kernbereiche der Aufgabenerfüllung des BND betreffen". Zwölf offizielle Beanstandungen ausgesprochen. Weiter geschah nichts.

Das Volk protestierte nicht. Es nahm vielleicht nicht einmal zur Kenntnis. Es erwartete wohl auch gar nichts anderes.

Vertrauen lässt sich nur einmal verlieren, dann ist es für immer weg.

Freitag, 2. September 2016

Luther in schlechtem Licht: Wer nichts hat, nimmt eben das


Jahrelang war es das brutalstmögliche Frühaufstehen, mit dem Sachsen-Anhalt weltweit für Aufsehen sorgen wollte. Hunderttausende Euro wurden verbraten, um mit Schildern an Autobahnen deutlich zu machen, dass hier früher aufgestanden wird als anderswo. Ganze Plakatserien sollte es anfangs geben, daraus wurde - die Ansprüche sind bescheiden - dann zwar nur aller paar Jahre mal ein neues Motiv. Aber sechs Millionen kostete der Spaß. Ein paar davon will die EU inzwischen zurück.

Doch zumindest durch den leichten Hang ins Absurde wurde der Claim "Wir stehen früher auf" am Ende doch zumindest ein wenig berühmt.

Zeit für einen Neuanfang, befand die Landesregierung. Und griff tief in die Kiste mit der Landesgeschichte. „Sachsen-Anhalt Ursprungsland der Reformation“ ist nun anstelle von „Willkommen im Land der Frühaufsteher“ auf den Schildern zu lesen, die künftig entlang der Landesgrenze an den Autobahnen stehen sollen. Zwei zusammengesetzte Substantive. Ein Artikel. Ein Fremdwort. Und ein halber Rechtschreibfehler. Sachsen-Anhalt in einem grammatikalisch unvollständigen Satz auf den Punkt gebracht.

„Wir wollen ab jetzt situativ auf bestimmte Ereignisse im Land hinweisen", begründet ein Regierungssprecher die Wahl des Slogans, der noch eine Ecke kantiger ist als der frühere.

"Bestimmte Ereignisse im Land". Die sich vor 500 Jahren abgespielt haben.

Wer nichts hat, nimmt eben das.

Irgendwie passt dann auch der Rest. Der Ministerpräsident baute sich bei der Vorstellung der Kampagne, die keine sein soll, jedenfalls "keine vollständige", wie es offiziell heißt, so unglücklich auf, dass er den Agenturfotografen den freien Blick auf die einzige Botschaft der Plakate verbaut. "luther-erleben.de" steht genau da, wo man es hinter der Gestalt mit den hängenden Anzugschultern und den schmalen Zitronenlippen nicht lesen kann.

Für ein Hinweisbanner auf die Kampagne beim Landesportal haben sich die Initiatoren für eine abweichende Schriftart in anderer Farbe entschieden. Nein, hier gibt es kein einheitliches Design! Vielleicht, um zu unterstreichen, dass es gar keine richtige Kampagne ist. Deshalb unterblieb wohl auch eine Verlinkung von sachsen-anhalt.de zu luther-erleben.de. Suchmaschinen danken das, das wissen sie in Magdeburg. Und beachten es: Wenn man auf der Startseite des Landesportals sachsen-anhalt.de links oben auf das Sachsen-Anhalt-Logo klickt, kommt man direkt - richtig, auf die Startseite von sachsen-anhalt.de, auf der man sich gerade befindet.

Zum Ausgleich aber hat der Präsentator das Plakat bei der Öffentlichkeitspremiere so günstig ins Licht gestellt, dass dunkle Schatten sich von der Seite ins Bild schieben.

Von rechts dunkler Schlagschatten. Hinten ein Parkverbotsschild. Vorn institutionalisierte Bewegungslosigkeit.

Sachsen-Anhalt in einem Foto.

Fest steht schon jetzt: Wen diese Werbung nicht an Saale oder Elbe lockt, der ist zu schnell gefahren.

Freitag, 26. August 2016

Deutsch­land verliert, die Welt gewinnt


1955 trafen in Moskau beim Fußball die alten Feinde wieder aufeinander.

Es war "Das Spiel des Jahres" 1955, ein "Fußballkampf" und Signal an die ganze Welt: Die Sowjetunion hatte Deutschland, den amtierenden Weltmeister zu einem Freundschaftsspiel nach Moskau eingeladen. Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das sowohl Geste des Siegers an den Verlierer als auch ein beim Verlierer umstrittener Schritt aufeinander zu. Noch saßen in der Sowjetunion schließlich tausende deutsche Kriegsgefangene in Haft und das Regime machte keinerlei Anstalten, über eine Freilassung zu verhandeln.

Dennoch sagte der Deutsche Fußballbund zu, am 21. August 1955 nach Moskau zu kommen. Deutschland gerät in ein Fußballfieber, das kein Ost und West kennt, wie die vom Ostberliner Sportverlag herausgegebene Broschüre "Das Spiel des Jahres" verrät. Ostdeutsche Reisebüros organisierten die Fanfahrt auch für Westdeutsche. Moskau, die fremde Stadt, zeigte sich den ausländischen Gästen als Weltmetropole.

Der Sport war Nebensache, aber auch Staatsaktion. DDR-Präsident Wilhelm Pieck war da, DFB-Chef Peco Bauwens, die Sowjetunion schickte immerhin den Vize-Chef ihres Komitees für Körperkultur. Ein Deutschland-Treffen außerhalb der deutschen Grenzen, das einen Moment des Friedens im Kalten Krieg markierte. Nie wieder danach hat ein DDR-Staatschef bei einem Spiel einer bundesdeutschen Fußballmannschaft mitgejubelt. Nie wieder danach haben Fans aus dem Osten und dem Westen nebeneinander mit einer DFB-Elf gefiebert.

80 000 Zuschauer, darunter 1 500 Deutsche, sahen dann im Dynamo-Stadion von Moskau, wie die Sowjetunion die deutsche Nationalmannschaft mit 3:2 schlug. Eine Niederlage, die zum Sieg wurde.

Zwei Wochen später flog Bundeskanzler Konrad Adenauer zu einem Staatsbesuch in die UdSSR.

Und am 7. Oktober des Jahres kamen dann die ersten 600 freigelassenen Kriegsgefangenen in Deutschland an.

Mittwoch, 24. August 2016

Ausbau der Überwachung: Die Codeknacker vom Amt


Whatsapp und Google bieten ihren Nutzern inzwischen Verschlüsselung serienmäßig. Die Bundesregierung reagiert darauf: Eine neue Behörde soll die Sicherheitsalgorithmen entschlüsseln.

Google machte den Anfang, aber der war bescheiden. Als der Suchriese, nebenher auch einer der größten E-Mail-Anbieter weltweit, im Dezember 2013 ankündigte, den Kommunikationsverkehr seiner Kunden künftig standardmäßig zu verschlüsseln, war das mehr Versprechen als Realität. Weil Verschlüsselung nur funktioniert, wenn Sender und Empfänger mitmachen, war letztlich nur rund ein Drittel der Mails keine elektronische Postkarte, in die jeder hineinschauen konnte.

Doch das hat sich geändert. Weil immer mehr E-Mail-Dienste und Messenger auf Verschlüsselung setzen, sind heute im Durchschnitt mehr als 85 Prozent aller E-Mails chiffriert, die Googles G-Mail-Dienst sendet und empfängt. Der Benutzer selbst merkt das nicht, denn bei ihm kommt immer Klartext an, weil nur die Übermittlung verschlüsselt wird.

Doch ein Problem damit haben Ermittlungsbehörden: Greifen sie irgendwo zwischen Sender und Empfänger in einen Mailwechsel ein, können sie zwar die Daten abgreifen. Nur lesbar zusammensetzten können sie sie nicht, weil ihnen der Schlüssel zum Schloss fehlt. Auch bei Whats-app oder der aus Sachsen-Anhalt stammenden Messenger-App Chiffry hat jede Nachricht ihr eigenes Schloss mit einem eigenen Schlüssel, so dass nicht einmal die Anbieter die über ihre Server laufenden Inhalte in Klartext verwandeln können. In den USA verurteilte ein Gericht Apple dazu, chiffrierte Kundendaten - in diesem Fall ein Passwort - an einen Geheimdienst herauszugeben. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Konzern dazu gar nicht in der Lage war.

Gut für die Nutzer, schlecht für Ermittler und Geheimdienste. Die Bundesregierung plant deshalb nach einem Bericht des sogenannten Rechercheverbundes von Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR die Einrichtung einer neuen Code-Knacker-Behörde. In dieser„Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ - abgekürzt Zitis - sollen 400 Mitarbeiter Techniken für die Überwachung des Internets und von Messenger-Diensten entwickeln. Ihre Aufgabe sei es, damit Strafverfolgern und Staatsschützern zu helfen, künftig auch verschlüsselte Botschaften im Netz mitlesen zu können. Entsprechende Pläne sollen zwei Staatssekretäre aus dem Bundesinnenministerium und das Kanzleramt Abgeordneten der Regierungsparteien bereits vor Beginn der Terrorwelle vorgestellt haben, die Deutschland zuletzt erschütterte.

Zumindest beim Selbstmordanschlag von Ansbach spielten verschlüsselte Whatsapp-Chats offenbar eine Rolle, so dass die Pläne zum Start von Zitis im kommenden Jahr nun noch mehr regierungsamtlichen Schub bekommen. Der Bundesinnenminister schließt sich Frankreichs Kampagne gegen verschlüsselte Kommunikation an, bei der die Tatsache allein, dass Menschen unbeobachtet vom Staat kommunizieren, zum Verdachtsmoment erklärt wird. De Maiziere möchte nun für sich "rechtsstaatlich eng begrenzte Möglichkeiten geben, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln", wobei die enge Begrenzung wie immer nicht lange halten wird.

Gesucht werden für die künftige Bundescodeknackerbehörde derzeitvor allem IT-Spezialisten. Bis zum Jahr 2022 soll das neue Alt bereits 400 Mitarbeiter beschäftigen. Für das kommende Jahr sei ein Budget im niedrigen zweistelligen Millionenbereich geplant.

Der ehemalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, hat den Aufbau von Zitis inzwischen harsch kritisiert. Die Strafprozessordnung liefere keine Rechtsgrundlage für den Einsatz von Staatstrojanern. Thomas de Maizière hatte im Stil einer großen Semantikers auf diesen Umstand reagiert: "Die Behörden müssen technisch können, was ihnen rechtlich erlaubt ist", hatte er in Umkehrung seiner Absichten verlautbart, als liege es am technischen Unvermögen, dass der Staat nicht bei allen seiner Bürgern mitlesen darf. Nicht an grundgesetzlichen Regelungen.

Montag, 22. August 2016

Bioo Lite: Handy-Strom aus dem Blumentopf

Eine ganz normale Grünpflanze lädt das Smartphone auf? Beim Bioo Lite geht das:
Grün ist der Grundgedanke, grün auch die Umsetzung. Das spanische Unternehmen Arkyne Technologies hat wirklich einen Blumentopf entwickelt, der Handys auflädt.

Was im ersten Moment etwas seltsam klingt, ist weder Spinnerei noch Schwindel: Der Bioo Lite-Topf verfügt unter dem Platz, den Erde und Blattpflanze benötigen, über eine zweite Etage, in der in einem Substrat Bakterien leben, die mit Wasser reagieren, wenn die Pflanze beginnt, Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln und der in den Boden gelangt, wo ihn das Wasser aufnimmt.

In einem Video erklärt Arkyne genau, wie der grüne Strom in der ebenfalls in der Tiefe des Topfes verborgenen Batterie landet. Ehe er von dort aus über ein einfaches USB-Kabel zu einem - hübsch in einem Steinchen versteckten - USB-Anschluss gelangt, an den man Handy oder Tablet zum Aufladen hängen kann.

Von da an funktioniert alles wie an jeder anderen Steckdose: Laut den Erfindern kann eine Pflanze genug Energie liefern, um ein Smartphone bis zu dreimal pro Tag aufzuladen. Dabei wird sowohl nachts als auch tagsüber Strom produziert. Es wird von rund 3,5 Volt und 500 Milliampere gesprochen, abhängig sei das davon, welche Art Pflanze im Topf steckt. Um die nachzuladen, braucht Bioo Lite nichts Besonderes: Regelmäßiges Gießen reicht völlig aus.

Mehr zum Elektrotopf:
www.bioo.tech

Samstag, 20. August 2016

Das letzte Konzert des Rio Reiser: Ein König dankt ab

Rio Reiser im Jahr 1990 in der Schorre in Halle. Damals waren die Hallen noch ausverkauft.

Er weiß es an diesem Tag im Mai 1996 noch nicht, aber der Mann, der sich Rio Reiser nennt, wird heute sein letztes richtiges Konzert spielen. Einmal noch all die Lieder, wobei er seine größten Hits weglässt. Einmal noch alles geben, auch wenn die Halle längst nicht mehr ausverkauft ist. Ein paar Tage später wird er ein Konzert nicht mehr zu Ende spielen können. Alle anderen sagt er ab. Drei Monate später wird Reiser tot sein. Aber das Konzert war gut, und zwar so gut:


Erstmal zieht er immer die Schuhe aus. Kann kommen, was will – Rio Reiser setzt sich, schlüpft aus den Slippern und zerrt die blauen Frotteesocken von den Füßen. Ein Ritual. Ralf Möbius, wie Rio eigentlich heißt, tritt barfuß auf, egal, ob Mitte der 70er im Hinterhof eines besetzten Hauses, Mitte der 80er in der ausverkauften Seelenbinderhalle in Berlin oder Mitte der 90er in der kaum halb gefüllten Schorre in Halle. Danach geht er zum Mikro und singt: "Alles was ich sagen kann / ist schon längst gesagt".

Sechs lange Jahre hat Rio nicht mehr auf der Bühne gestanden. "Irgendwie keine Lust" habe er gehabt, und außerdem jede Menge anderes zu tun. Rio Reiser, der als Sänger der Anarcho-Polit-Combo Ton Steine Scherben ein Kapitel deutscher Rockgeschichte schrieb, komponierte die Musik zu einem Theaterstück, er spielte die Hauptrolle in einem "Tatort", machte ein Musical, verfaßte ein Buch und produzierte daheim auf seinem Bauernhof im verträumten Fresenhagen Platten von Freunden wie Lutz Kerschowski, der ihn jetzt als Gitarrist begleitet. Die Welt draußen hat ihn darüber ein bißchen vergessen, den einstigen "König von Deutschland". Vorbei die Zeiten, als ihn tausende Fans für Hits wie "Blinder Passagier" feierten, als ihn die versammelte deutsche Rockprominenz zum besten Texter kürte und Alt-68er, Popfans und Punks ihn gleichermaßen liebten. Heute ziehen die Jungen zu Green Day oder den Boyzone, die Mittleren treffen sich bei den Toten Hosen und die 68er pilgern zu Pur.

Reiser allerdings stört das nicht im mindesten. Die geschwollenen Augenlider fest zugekniffen, die Hände um die Gitarre geklammert, steht er da und singt. Für sein Comeback hat sich der 46jährige immerhin etwas ganz besonderes ausgedacht. Im Vorprogramm bietet er Deutschlands einzigen Minnesänger Nikolai von Treskow auf, im Abspann läßt er die Berliner Klamauk-Kapelle Knorkator lärmen.

Nichts paßt zusammen, und das ist beabsichtigt. Rio Reiser, immer für Überraschungen gut, tut weiterhin alles, Erwartungen nicht zu befriedigen. Jahrelang riefen sie in Konzerten nach alten Scherben-Stücken wie "Macht kaputt was Euch kaputt macht", aber Rio war das bald "zu blöd". Heute schreien sie nach seinen eigenen Hits -und er spielt sie nicht. Kein "König von Deutschland", kein "Alles Lüge", kein "Geld". Einer wie Reiser macht es sich selber schwer, bleibt so weitgehend unfaßbar für die Pop-Industrie und also integer immerdar.

Reiser hat gekokst und gespritzt, er qualmt wie ein Schlot und stürzt Alkoholika hinunter, als gäbe es kein Morgen mehr. Aber allen Verlockungen, den Pop-Clown zu machen und einmal im Leben richtig Geld zu verdienen, hat er widerstanden. "Ich will ich sein / anders will ich nicht sein", singt er, und das großartige "Laß" uns ein Wunder sein", bei dem seine nach den Griffen tastenden Finger den Kampf mit den Saiten aufgeben. Reisers neue Lieder, letztes Jahr erschienen auf einer Platte namens "Himmel & Hölle", sind zarter, zornloser, zurückgenommener denn je.

Der Mann, der einst jugendliches Revoluzzertum und Unangepaßtheit personifizierte, ist jenseits der 40 zum stillen Beobachter der Zeitläufte geworden. Rio rockt nicht mehr, er singt, als balanciere er barfuß über Glasscherben, und wenn er schon mal aufschaut zur staunenden Menge, dann zielt sein Blick weit über die Köpfe ins Dunkel, wo er "Licht, Liebe und Hoffnung" (Rio) sieht. "Wann, wenn nicht jetzt?, wo, wenn nicht hier, wie, wenn ohne Liebe, wer, wenn nicht wir?", fragt er tapfer, obwohl er die Antworten kennt. Und als einzige Zugabe gibt es das Liebeslied "Junimond": "Es ist vorbei, bye, Junimond, es ist vorbei".