Dienstag, 27. Januar 2015

Ello.co: Neues Netzwerk fordert Facebook


Ello will mit Sicherheit und Eleganz zur Konkurrenz werden.

Noch ist der Neuling im Beta-Status und nur auf Einladung zu besuchen. Aber wer hinter die noch verschlossene Tür schaut, findet eine Seite, die sich grundsätzlich von der überladenen, mit Werbung zugemüllten und von allerlei rotblinkenden Benachrichtigungen gekennzeichneten Facebook-Seite unterscheidet.

Ello, im Internet unter der griffigen kolumbianischen Adresse ello.co zu erreichen, ist sauber, klar strukturiert und besteht aus nicht viel mehr als ein paar weißen und ein paar schwarzen Kästchen. Zwei Grundeinstellungen gibt es: "Freunde" und "Lärm" - je nachdem, welche gewählt wird, liest der Nutzer ausschließlich die Eintragungen seiner Bekannten, die ähnlich wie bei Facebook und Twitter ausgewählt und bestätigt werden müssen. Oder alles, was irgendwer gerade irgendwo veröffentlicht.

Das neue Netzwerk, von Paul Budnitz aus dem US-Bundesstaat Vermont als Diskussionsforum für nicht einmal hundert Künstlerfreunde gegründet, verzichtet generell auf eingeblendete Werbung. Für Budnitz, einen 47-Jährigen, der früher Fahrräder designte, ein konsequenter Schritt. Das Internet ersticke an Werbebannern, Facebook etwa, kritisiert er, sei kein soziales Netzwerk, sondern eine reine Werbeplattform. Zur Zeit, so glaubt er, akzeptierten das die Nutzer noch. Und eines Tages, glaubt er, "wird die Frage sein, wie viel Werbung erträgst Du, ehe du abschaltest?"

Dann soll Ello da sein, eine Alternative, die neben dem dauerhaften Verzicht auf Reklame auch erklärt hat, sie werde weder Beiträge zensieren noch die persönlichen Daten von Nutzern sammeln und verkaufen. Finanzieren soll sich die Plattform durch Extra-Angebote wie Apps, die für kleine Beträge von ein, zwei Dollar an Mitglieder verkauft werden. Ello ist zur Zeit im Beta-Status und nur per Einladung zu betreten.

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