Dienstag, 24. Februar 2015

Halle: Biber auf der Peißnitzinsel

Die einzige konkrete Sichtung der letzten Jahre stammt vom Hufeisensee, eine halbe Stadt entfernt von der Peißnitzinsel in der Mitte zwischen Halle und Halle-Neustadt. Doch die Spuren an einem Baum auf der unter Naturschutz stehenden Nordspitze des früheren Erholungsparkes lassen kaum Zweifel: Auch auf dem vielbesuchten Inselchen leben Biber.

Spaziergänger staunen, wenn sie sehen, wie energisch eines der Tiere einen voluminösen Baum an einem Saale-Seitenarm bearbeitet. Der Nager ist nicht allein. Nach Aussagen von Peter Ibe vom Biosphärenreservat Mittlere Elbe in Dessau-Roßlau, das als sogenannte Landes-Referenzstelle für Biberschutz fungiert, sind in der Saalestadt insgesamt neun Biberreviere bekannt, darunter die Saale-Elster-Aue und eben der Hufeisensee. Es lebten "immer mehrere Tiere in einem Revier", sagt Ibe. Im Schnitt seien es drei.

Bei den bis zu einen Meter großen Nagern handele es sich um den Elbebiber, lateinisch Castor fiber albicus. Die Art war einst vom Aussterben bedroht, wurde aber an der Mittelelbe in den vergangenen Jahren mit Erfolg wieder angesiedelt. Von dort breiten sich die Tiere nun entlang der Saale und der Elster weiter aus. An der oberen Saale in Thüringen wurden schon vor einiger Zeit wieder Biber entdeckt - erstmals seit 400 Jahren. Jetzt scheinen die Tiere auch mitten in Halle angekommen zu sein.

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